Nicht mal zwei Monate nachdem dieser Film seine Premiere auf
dem Sundance Filmfestival gefeiert hat – und damit zeitgleich Macon Blair sein
Debüt als Regisseur und Drehbuchautor gab – ist „I Don’t Feel At Home In This
World“ seit 24. Februar auch in deutschen Netflix gelistet.
Die Hauptperson ist Ruth Kimke, gespielt von Melanie
Lynskey. Kennste nicht? Kennste doch. Das ist die Stalkerin „Rose“ aus „Two and a half men“. Ihr zur
Seite steht Elijah Wood als Tony. Schon früh im Film merkt man, wie Ruth
angenervt ist von den Menschen. Man wirft versehentlich etwas im Supermarkt aus
dem Regal, lässt es aber liegen. An der Bis-zu-10-Artikel-Kasse werden ganze
Einkaufswägen abgeladen. Sie beobachtet, sagt aber nichts. Und zwischen Buch-Spoilern
und in den Vorgarten kackende Hunde wird bei ihr zu allem Überfluss auch noch eingebrochen.
Während sie nun die Nachbarschaft nach Zeugen abfragt, lernt sie den doch sehr
impulsiven Tony kennen. Von dem sie sich aber sicherheitshalber schnell wieder
distanzieren möchte – er scheint ihr etwas zu durchgeknallt. Als jedoch ihr Handy
den gestohlenen Laptop ortet und ihr niemand helfen will, findet sie in Tony
sofort einen Verbündeten. Und mit seiner Hilfe, zieht sie völlig neue Saiten auf ...
Irgendwie so ... ähm na ja ... also ... Uff.
Der Film folgt - wie es bei Independent Filmen (und das will er ja auch sein) üblich ist - seinen ganz eigenen Regeln. das kann gut sein, das kann schlecht sein. In diesem Fall bin ich etwas unschlüssig. Zeitweise dachte ich mir: "Okay, jetzt wird es gleich langatmig." Zack - passierte wieder irgend eine Kleinigkeit, teils völlig unaufgeregt, und die Handlung ging weiter. Während der Hälfte des Filmes habe ich kurz überlegt, ob ich abschalte. Aber irgendwie war es doch sympathisch und dezent spannend genug, um mich dran zu halten. Ein paar (bewusst) dämlich witzige Situationen, ein paar düstere Momente, ganz kurz Action - alles in einem glaubhaften Rahmen und irgendwie doch manchmal überzogen. Vor allem das Ende ist in dieser Form unerwartet inszeniert, denn da wird ganz schnell mit der sinnlichen Ruhe, die der Film trotz allem irgendwie beibehalten hat, aufgeräumt. Wenn man so danach überlegt, wie der Film war, denke ich mir: "Na ja, begeistert hat er mich jetzt nicht ... obwohl die eine Szene ... und dann die andere ... und die kurz vor dem Ende erst ... die waren schon nice." Aber würde ich ihn jemandem empfehlen? Wer entspannt einen Streifen wegkucken mag, ohne viel Aufregung abzubekommen - und wenn, dann in kleinen Portionen - für den ist der Film okay. Wer eher Blockbuster-Kino braucht um abzuschalten, sollte das Werk erst gar nicht in betracht ziehen. Doch leider - so gerne ich ihm mehr geben würde - bleibt er für mich unterm Strich eine 4/10. Wenn ihn jemand höher bewertet, kann ich das nachvollziehen und respektiere das auch, doch ich selbst kann es nicht.
Andere Meinungen werden natürlich gerne akzeptiert und gelesen. Auf www.facebook.com/marcolatur habe ich ein offenes Ohr für euch. Einfach Nachricht schicken. Und wer noch wissen möchte, was es bei Netflix diesen Monat (März 2017) noch alles neu geben könnte, der findet hier einen passenden Beitrag:
Als "King of Queens" zu Ende war, wurde es auch um den Schauspieler Kevin James ruhiger. Okay, ein paar Filme hat er dann doch noch gedreht. Entweder fuhr er auf einem Segway durch Kaufhäuser, gab sprechenden Gorillas Zäpfchen oder verprügelte in Käfigkämpfen für einen guten Zweck Athleten. Oder besser: ließ sich verprügeln.
Dann kam Amazon ums Eck und sagte: "Hey, Kevin. Willste mal nicht ein neues Serienformat exklusiv für uns machen?" Machte er. Zumindest den Amazon-Deal. Das "neue Serienformat" sieht so aus: man nehme "King of Queens", tausche alle Schauspieler bis auf zwei aus, verteilt ein paar neue Charakternamen und bringt noch ein paar Kinder mit ins Spiel. Teenager-Tochter und jüngerer Bruder - wie in fast allen Sitcoms. Zack. Fertig war "Kevin can wait". Selbst sein Freundeskreis vor der Kamera sind 1:1 ein Abklatsch seiner alten Heffernan-Clique.
Doch wieso sollte man nur bei Amazon einen Vertrag haben. Also warf auch Netflix seinen Hut in den Ring und siehe da, wir haben eine Komödie mit dem kurzen, knappen Titel: "Die wahren Memoiren eines internationalen Killers".
Wenn Fiktion zur Wahrheit wird
Kevin James spielt den Teilzeit-Schriftsteller Samuel L. Larson. Er schreibt an einem Agenten-Thriller, dessen Held Mason Carver so etwas wie sein Alter Ego darstellt. Der Typ, der er gerne wäre. Darum spielt Kevin James auch die Action-Szenen, die sich vor dem geistigen Auge des Autor immer wieder abspielen. Was im übrigen sehr charmant inszeniert ist. Das Problem ist jedoch, dass niemand sein Manuskript veröffentlichen möchte. Bis er den Anruf bekommt, auf den jeder Schreiberling hofft und in seiner Unwissenheit unterschreibt er ungelesen sofort den Vertrag und fühlt sich prächtig. Bis ein kleines Problemchen auftaucht. Sein Buch "Die wahren Memoiren eines internationalen Killers" wurde nicht als Roman publiziert, sondern als Biografie. Das bringt natürlich einige persönliche und geschäftliche Probleme mit sich. Denn dummerweise verkauft sich das Buch wie geschnitten Brot und seine Hipster-Verlegerin Kylie Applebaum (Kelen Coleman) bringt ihn gerne in unangenehme Situationen. Und jetzt ratet mal, was passiert? Richtig. Ein paar Busch-Elite-Hardcore-Kämpfer entführen Sam Larson. Schließlich muss er ja einer dieser Feinde sein, der vermutlich etliche der eigenen Leute auf dem Gewissen hat. Und so sieht er sich plötzlich den Kopf der Guerilla-Krieger, "El Toro" (Andy Garcia) gegenübersitzen - mitten in Venezuela. Doch zum Glück bekommt die Hightech-Überwachung der CIA alles mit. Und die Beamten schließen Wetten ab, wie lange er überleben wird. Denn um nicht an Ort und Stelle hingerichtet zu werden, muss Larson nun so tun, als wäre er die Killermaschine mit dem Spitznamen "Der Geist". Sein Auftrag: den Präsidenten Venezuelas töten. Und dann geht ohnehin alles drunter und drüber.
Nicht brillant, aber unterhaltsam Wer Kevin James will, bekommt Kevin James in Reinform. Natürlich überfordert, hilflos, hysterisch und tollpatschig - aber wenigstens in dieser Rolle kein völliger Vollidiot wie in manch anderen Rollen. Natürlich sind etliche Szenen völlig übertrieben - aber hey, dann dürfte ich mir keinen einzigen Marvel-Film mehr ansehen, wenn mich das stören würde. Und auch auf die attraktive Quoten-Schnecke müssen wir zum Glück nicht verzichten. Diesmal sogar in Lara-Croft-Optik. Und der kleine Überraschungsshowdown (dieses Wort müsste etwa 72 Scrabble-Punkte bringen), den hätten sie besser verstecken können, hätten sie ihn mit einer Leuchtreklame angekündigt. Aber man muss ja kein Erbsenzähler sein. Solide Komödie des dicken lustigen Trottels, wie man es erwartet. Aber zum Glück nicht von seiner schlimmsten Seite. Gesundes Mittelmaß und daher 5/10. Er war zumindest keine Zeitverschwendung, das wäre gelogen.
Seid ihr anderer Meinung oder gebt ihr mir Recht? Hier oder auf der Facebook-Seite (fb.com/marcolatur) könnt ihr mitquatschen.
iDerdaus, das musste ja mal kommen. Wir haben einen neuen
Superhelden im Revier. Halb Mensch, halb Smartphone. Nun, dass schöne an dem
Film: er ist sowas von brandneu. Im Januar 2017 wurde er erstmals
veröffentlicht – auf Netflix. Die haben ihn ja auch produziert.
Es geht um Tom Harvey. Gespielt wird er von Bill Milner –
den kennt man unter anderem … na ja … nee, den kennt man noch gar nicht. Aber
egal. Tom Havey, der „ganz normale Teenager“ kommt, wie es sich für einen
Superhelden gehört in eine ungewöhnliche Situation. Obwohl, in den USA sind Einbrüche
mit Schießereien jetzt nicht ganz sooo ungewöhnlich. Oder soll er doch in
London spielen? Jetzt bin ich unsicher … O,kay, zurück zum Thema. Auf jeden Fall
wird er – und was noch schlimmer ist: sein Handy auch – natürlich so blöd
angeschossen, dass (und jetzt kommts) Teile des Smartphones in seinen Körper (Gehirn)
eindringen und operativ auch nicht mehr entfernt werden können.
Lade "Humor" ....... laden abgebrochen.
Als er aus dem Koma erwacht, haben seine Smartphone-Teile
nicht nur ausreichend Akku, nein, sie haben ihn praktisch mit ihren eigenen
Fähigkeit vernetzt. So kann er Kraft seiner Gedanken im Internet surfen, SMSen
und Telefonate abfangen und sogar zurückverfolgen und Unmengen an Daten
verarbeiten. Sogar die Ampel kann schnell umgeschaltet werden, wenn nötig. Der
Traum eines jeden NSA-Abteilungsleiters also. Und wie es sich für einen
tragischen Superhelden gehört, wurde bei dem Vorfall auch jemand in seinem
persönlichen Umfeld zum Opfer. Seine heimliche Liebe Lucy Walker (gespielt von „Game
of Thrones“-Darstellerin Maisie Williams). Ein Mädchen ist also in einer Gefahr
(eine Formulierung, speziell für Arya Stark-Fans). Und er nimmt sich vor,
diesen Überfall zu rächen. Allerdings übertreibt es der iBoy in seinem
digitalen Blutrausch und wendet die Dinge nicht unbedingt zum Besseren.
Irgendwie hat man den Eindruck, die Produzenten haben sich
die Mutationssequenzen von Spiderman und Daredevil angesehen und diese als
Inspiration für Tom Harveys Verwandlung verwendet. Und vor allem die
charakterlichen Entwicklungen werden in einen Film gequetscht. Vom Überfall bis
zum Erkennen neuer Fähigkeiten vergehen auch gerade einmal zehn Filmminuten.
Sagen wir es, wie es ist: den Film sollte man nicht ernst nehmen. Auch wenn er
sich viel zu selbst ernst nimmt. Wieder mal ein Depri-Bub mit Depri-Problemen,
der sich ab und zu mal geil fühlt, wenn er seine Kräfte einsetzen kann.
Kennste? Kennste.
Das Thema ist ja grundsätzlich ganz interessant, wurde
jedoch in Episoden von „Black Mirror“ charmanter umgesetzt. Die Visualisierung
seiner Fähigkeiten ist ganz nett umgesetzt, aber seit „Sherlock“ und „Watch Dogs“
auch nichts Neues mehr. Die Schauspieler sind (abgesehen von Maisie Williams)
eben erst aus der Schauspielschule gestolpert. Aber jeder fängt mal klein an,
also was solls. Das alles hätte dem netflix’schem Zeitvertreib eine gut
gemeinte 5/10 Popcorntüten einbringen können. Aber da sich die Ideenlosigkeit
vor allem im großen Showdown noch einmal
lauthals zu Wort meldet, gibt es eine 4/10. Romanvorlage hin oder her.
Eure Meinung zu dem Film könnt ihr mir sehr gerne unter dem
entsprechendem Beitrag auf meiner Twittertimeline (@marcolatur) oder, für mehr
als 140 Zeichen auf meiner Facebookseite (fb.com/marcolatur) mitteilen. Die
Links findet ihr am linken Bildschirmrand, bzw. unter dem Artikel. Haut rein
und schreibt mir.
Machen wir es kurz und knapp. Flimmerabend ist zurück - als Film- und TV-Sparte des Blogs "Marcolatur". Es wird etwas am Design usw. geschraubt, daher kann es sein, dass manche Beiträge im Verdacht stehen werden, Augenkrebs zu erzeugen. Ich bitte dies zu entschuldigen.
Jetzt sag bloß, du bist der einzige Mensch auf dem Planeten, der das historische Datum gestern verpasst hat? Okay, ja, ich hab seit Wochen verpasst, hier etwas zu schreiben, aber egal, anderes Thema.
Es war der 21. Oktober 2015, der Tag, auf den vor allem "Zurück in die Zukunft"-Fans (also ich) extrem hingefiebert haben. Und alle Neu-Nerds natürlich auch (nicht unbedingt abwertend gemeint) (nur bei manchen). Aber als Hardcore-Fan der ersten Stunde (1. Teil VHS, 2 und 3 im Kino) hat man dann doch einen ganz anderen Bezug dazu, vor allem, wenn man diese Reihe wahrhaftig liebt. 26 Jahre nach dem Kinobesuch ist es nun passiert - der Tag, an dem Marty McFly im ersten Sequel in der Zukunft ankommt. Wow. Zumindest für 1989 war das die Zukunft. Und auch heute, am 22. Oktober (btw: Happy Birthday, Christopher Lloyd), der Tag an dem der Streifen in eine Historien-Komödie für alle nachkommenden Generationen verwandelt wurde, ist der zweite Teil der Trilogy immer noch fern in der Zukunft. Für mich zumindest.
Die Cubs stehen immer noch in den Playoffs (beste Saison seit 107 (!) Jahren), Sony hat rollbare Leinwände entwickelt, die tatsächlich Filme direkt darstellen können (allerdings scheißteuer und daher nicht marktreif sind), wir haben Tabletts, bezahlen mit Fingerabdrücken, nutzen alternative Auto-Energiequellen und können während der Videokonferenzen die Daten des Gesprächspartners abrufen (zumindest über Facebook).
Der Tag, an dem sich ein Hardcore-Fan eigentlich sein lang geplantes BTTF-Tattoo verwirklichen sollte. Was mir gestern Abend auch eingefallen ist. Doch zum Glück gibt es allein in der Trilogie zahlreiche alternative Tage, um sich so einen getimten Wunsch zu erfüllen. Mit der Serie und dem Game sogar noch mehr, die lassen wir aber ausgeklammert.
31. März 1956: Chuck Berry veröffentlicht seinen Song "Johnny B. Goode".
25. Mai 1990: Zurück in die Zukunft III kommt in den USA in die Kinos und beendet die Filmreihe mit einer abgeschlossenen Geschichte - wenn auch mit einem offenen Ende, dass dan in der Serie aufgegriffen wurde.
20. Juni 1968: Martin Seamus "Marty" McFly wird geboren.
3. Juli 1985: Zurück in die Zukunft startet in den US-Kinos
2. September 1885: Marty McFly landet im Wilden Westen
5. September 1885: Die für die Handlung notwendige Rathausuhr wird beim Hill Valley Festival offiziell eingeweiht, einen Tag, nachdem sie in der Stadt angeliefert wurde.
21. Oktober 2015: war gestern. Siehe oben.
25. Oktober 1985: Marty McFly spielt bei einer Vorauswahl für einen Band Contest seine Version von "The Power of Love" von Huey Lewis. Dieser sitzt in der Jury und schmeißt in und seine Band aus dem Wettkampf, weil sie zu laut wären.
26. Oktober 1985: Die erste Zeitreise der Geschichte startet. Am Lenkrad sitzt ein Hund.
27. Oktober 1985: Marty entscheidet sich gegen ein Autorennen und baut keinen Unfall mit seinem Toyota - seine Zukunft schlägt dadurch eine neue Bahn ein.
5. November 1955: Marty landet in der Vergangenheit und Doc. Brown hat die Vision vom Fluxkompensator, nachdem er von der Toilette abrutscht und sich am Waschbecken den Kopf stößt. Ironischerweise wollte er gerade eine Uhr aufhängen.
12. November 1955: Ein Blitz schlägt in die Rathausuhr ein. Kurz zuvor spielt Marty McFly auf der Bühne den bis dahin unbekannten Song "Johnny B. Goode".
22. November 1989: Zurück in die Zukunft II kommt in die US-Kinos.
Wann ich letzten Endes nun mein Motiv unter die Haut nadeln lassen, weiß ich noch nicht, aber es wird garantiert einer dieser Tage. Wenn du noch ein paar fette Infos rund um den Film brauchst (und zwar 20 Minuten lang fette Infos), dann empfehle ich folgendes Video. Wer übrigens aufs Bild oben klickt, gelangt bequem zur Amazonseite mit der Filmbox.
Jeder von uns hat sie angesehen. Ob man sich dafür heute schämt oder nicht. Und wir alle haben gelacht. Teilweise noch Jahre später. Selbst die Spastis, die heute meinen, nur noch südkoreanische Nachkriegsfilme mit griechischem Untertitel im OV gut finden zu müssen, haben sie gesehen und gelacht. Und hier ist die wohl 3.267ste Liste zu diesem Thema. Allerdings habe ich mich auf typische Teen-Komödien beschränkt. Dadurch haben es Musicals wie "Grease" nicht in die Liste geschafft. Meine Best Of!
Und wie immer gilt: Wer den Film schnell haben möchte, klickt einfach aufs jeweilige Bild.
10. Einfach zu haben
Wenn man ein Drehbuch in nur fünf Tagen schreibt, kann eigentlich nur ein Uwe Boll-Film oder so ein Youtuber-Dünnschiss wie "Kartoffelsalat" rauskommen. Ich denke mal, selbst für "Daniel der Zauberer" wurden mindestens sechs Tage Schreiben angesetzt. Wenn nicht mehr. Doch es kann auch ein richtig netter Streifen entstehen. Mit Emma Stone ("Olive") in der Hauptrolle. Jackpot. Durch Verstrickung diverser Umstände bekommt unsere Heldin den Ruf, die Schulschlampe zu sein. Immer mehr Jungs behaupten, mit ihr geschlafen zu haben. Und sie untermauert diese Behauptungen. Wodurch sie zwar aus der Bedeutungslosigkeit emporsteigt aber sich immer mehr Leute von ihr abwenden. Dummerweise sinken ihre Chancen - dank des neuen Rufs - bei ihrem Schwarm Todd ins Bodenlose. Eine geile Komödie. I like.
9. Zehn Dinge, die ich an dir hasse
Kabel 1 oder RTL können den Film gar nicht an Feiertagen so oft wi(e)derholen, dass er nicht doch noch sein Anrecht in dieser Top10 hätte. Schon allein, weil die Grundidee zu dem Film von niemand Geringerem stammt als William "Ich hau die Blockbuster nur so raus" Shakespeare. Seine "Komödie Der Widerspenstigen Zähmung" wird in zahlreichen Stellen des Films (u.a. bei Namen der Charaktere) zitiert. Handlung identisch. Außerdem ist Heath Ledger am Start. Und der Typ war halt einfach mal ein nicer Dude. Die Story ist eigentlich Nebensache. Heath (also im Film "Patrick") soll "Kat" (siehe Bild) dazu bringen, mit ihm ein Date zu haben. Dafür bekommt er auch Kohle. Weil er will nichts von Kat - und Kat nichts von ihm (anfangs). Grund für das Ganze: Kats jüngere Schwester darf - dank Papa - erst dann mit Jungs ausgehen, wenn die große Schwester - die so gar nichts von Typen hält - eine Verabredung hat. Natürlich kommt dann liebe ins Spiel und alles fliegt auf und ... ja, egal. Guter Film. Daher: Platz 9.
8. Ferris macht blau
Matthew Broderick - viele Jahre, bevor er dem König der Löwen Simba seine Stimme schenkte - war ein Genie im Blaumachen. Zumindest sein Charakter Ferris Bueller. Und von dem wohl ereignisreichsten Tag, der dabei entstehen kann, wenn man seiner Schule fern bleibt, erzählt diese Geschichte. Der Film hat nicht umsonst Kultstatus denn er symbolisiert zum einen eine typische 80er-Komödie, zum anderen das, was wir uns schon immer als Schüler gewünscht hatten. Am Ende entstand sogar noch eine TV-Serie. Also mal ehrlich. Man macht nur aus echt guten Filmen eine Serie, oder? (siehe Platz 9)
7. Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit
Ein Film, über den vor allem Frauen sagen, es sei der mit Abstand dümmste Schwachsinn, den sie je gesehen haben. Und sie haben vermutlich recht. Aber ... na ja ... also ... irgendwie ist er halt doch geil. Bier auf, Film rein. Irgendwie ist es ja schon ganz cool zu sehen, mit welcher Scheiße Keanu Reeves mal anfangen musste, ehe er Busse vor Explosionen bewahren, eine computergenerierte Scheinwelt zerstören und eine Football-Mannschaft voller Ersatzbankdrückern zum Sieger-Team machen durfte.
6. The Girl Next Door
In der Kategorie "Filme, bei denen man im Anschluss Pornos mit ähnlicher Story googelt" ist dieser nette Streifen gaaaaanz weit vorne dran. Um genau zu sein wurde die Kategorie nur dafür erfunden. Von mir. Gerade eben. Elisha Cuthbert hätte nach ihrer Rolle als "Danielle" in der Erwachsenen-Unterhaltung wohl mehr verdient als in den ganzen mittelgroßen Projekten nach "The Girl Next Door" zusammen - aber das ist wohl ihre Entscheidung. Danielle zieht ins Haus neben Matthew. Ein Streber, lange bevor Nerds als cool galten. Und die neue Nachbarn hat es ihm (und der gesamten Schule) schon arg angetan. Seine Kumpels kommen irgendwann dahinter, - wir fragen jetzt mal nicht nach, wann und wie und bei was - dass Danielle eine Pornodarstellerin ist. Tatsächlich wollte sie mit ihrem alten Leben abschließen. Doch wird alles nicht so einfach. Dafür lustig. Und sexy. Lolita-Alarm.
Hätte ich drei Wünsche frei gehabt, wäre mir nur einer eingefallen. Dreimal.
5. American Pie
Hat der Film eigentlich eine Handlung? Keine Ahnung. Aber er hat in extremer Form genau das, was wir in irgendeiner Art und Weise direkt oder indirekt während unserer sexuellen Reife selbst mitbekommen haben. Nur eben nicht so heftig - meist. Dieser Film hat eine ganze Generation von Kinobesuchern beeinflusst und es wäre - trotz der teilweise miesen Fortsetzungen - einfach nur unfair, würde man diese Komödie nicht als eine der wichtigsten im Genre benennen. Wann hattest du denn zuletzt warmen Apfelkuchen? Und? Denkst du dabei nur ans Essen?
4. Project X
Eine Party gerät aus dem Ruder. Kommt vor. Aber nicht mit berittener Polizei, Löschflugzeugen und versenkten Nobelkarossen. Bei dieser "Eltern sind weg"-Fete passiert genau das. Viel nackte Haut, ein starker Soundtrack, eine völlig übertriebene Eskalation und jede Menge Drogen in Pillenform. Ein super Konzept. Der Fokus liegt absolut nur auf der Voll-aufs-Fressbrett-Party. Die Einleitung der Story wird schnell und lieblos abgefertigt, stört aber nicht. Weil wir wollen alle die roten Plastikbecher sehen, Liliputaner in Backöfen, Hunde auf Wasserbetten, Straßen, die in Flammen stehen ... genau das haben wir uns immer gewünscht oder? Vielleicht nicht gerade als Gastgeber - aber der Film zeigt die Party, auf der wir alle gern gewesen wären.
3. Juno
Michael Cera hatte 2007 ein echt starkes Jahr. Er durfte in "Juno" und in "Superbad" eine wichtige Rolle spielen. Okay, recht viel mehr kennt man nicht über ihn, aber das sollte erwähnt werden. "Juno" handelt von der gleichnamigen 16-Jährigen, die dummerweise Schwanger ist. Teenie-Mütter kennt man von RTL2. Hier sieht man Ellen Page vor ihrem ComingOut und vor ihrer Rolle in "The Last Of Us" (doch, das war sie. Mir egal, was die Welt behauptet!). Was ist also besser? Na eben. Erneuter Lolita-Alarm. Juno muss - oder will - nun eine Ersatzfamilie für das ungeborene Baby finden. Tut sie auch. Doch bei dem kinderlosen Paar kommen Probleme auf. "Juno" passt nicht wirklich in diese Top10 und hat doch einen Platz auf dem Treppchen bekommen. Im Grunde ist es ein Melodram. Aber die Schlagfertigkeit und die im wahrsten Sinne SitCom bringen die nötige Menge Humor in den Film, um ihn hier reinzubringen.
2. Superbad
Was Bitte schön soll man zu "Superbad" noch sagen? Er ist das was dabei rauskommt, wenn man eine Projekt X-Fete machen will und Probleme hat, überhaupt Bier zu bekommen. Wenn zwei Drehbuchautoren ihre eigenen Namen für die Filmhelden hergeben und der Dritte Mann des Trios nur noch McLovin heißt (obwohl alle drei bekannte Loser sind), dann kommt am Ende richtig dicker Schrott raus oder ein echter Genie-Streich. Letzteres ist es geworden. Etwas "Projekt X", etwas "Ferris macht blau" und etwas "American Pie" - nur mit weniger Sex. Fertig ist die Teenie-Komödie, mit der Jonah Hill wohl am besten in seiner Karriere angetrieben wurde. Ein Meisterwerk. Ach ja. Einer der Drehbuchautoren war Seth Rogen. Wer? Echt jetzt!? 2015 spielt er Steve Wozniak in der Steve-Jobs-Verfilmung. Wenn dir das nichts sagt, dann schau "Django - Unchained", "The Interview" oder "Ananas Express". Apropos. Wir sollten eine Kifferfilm-Top10 demnächst anstreben.
1. Eurotrip
Der Film hat vieles, was man sich wünscht. Nee, eigentlich alles. Klischees bis zum Erbrechen, schlechte Deutsch-Übersetzungen in den Film-Szenen, Matt Damon als glatzköpfigen Rocksänger, Buffys kleine Schwester im Bikini, Inzest, Hooligans, Pantomie-Roboters-Fights, zwei Päpste, schwule Italiener, Ex-Chelsea-Spieler als ManU-Hooligans, eine Reise quer über den Erdball, Tennager-Möpse, einen Ex-Tatortschauspieler als kriminellen LKW-Fahrer, Xena als Domina, Vandersexx, ... ey, in welchem Film bekommt man bitte mehr geilen Scheiß geliefert als hier? haste nicht gesehen? Wundert mich nicht, war kaum beworben oder groß gepusht. Aber ich habe festgestellt, dass viele diesen Geheimtipp verschärft feiern. Nicht zuletzt wegen des Soundtracks, der entgegen allen Gerüchten nichts mit Sum182 zu tun hat. Aber: was Scotty nicht weiß, macht ihn nicht heiß. Ach ja: es geht um Scotty, der am Tag seiner Abschlussfeier erfährt, dass seine Freundin seit einem Jahr mit einem anderen in die Kiste springt. Frustriert und besoffen kündigt er seinem deutschen Brieffreund Mike die Freundschaft per Email. Was er danach - nachdem seine Email als Reaktion geblockt wurde - feststellt. Sein Brieffreund ist eine Brieffreundin. Mieke. Und die gefällt ihm auch noch. Da er ohnehin nichts zu verlieren hat, machen er und seine drei Buddies sich auf den Weg nach Europa um irgendwie nach Deutschland zu kommen. Er will Mieke treffen. Und wie das so ist: es läuft alles andere als glatt. Meine Empfehlung. Glaubt nicht den Kritikern, die euch einreden wollen, dass nur brasilianische Anti-Drogen-Dramas im Original mit französischem Untertitel super Filme wären. Zieht euch Eurotrip rein und dankt mir später. Kumpels und Dosenbier nicht vergessen!
Ehrenplatz
Nicht in der Top10, weil er für mich einen - für euch wohl in keinster Weise nachvollziehbaren - Sonderstatus hat und eigentlich auch nur aus Retro-Gründen so unglaublich hoch auf meinem Podest steht:
Steinzeit Junior
Der Film ist seit seinem Release Anfang der 90er mein ganz spezieller Lieblings-B-Movie. Ein Höhlenmensch, der kurz vor dem Jahrtausendwechsel aus dem Eisblock erwacht, Martial Art-Filme feiert, Games liebt, die High School rockt und allen Weibern an die Gazongas will. Wie soll ein Film das jemals irgendwie toppen? WIE!? Das geht einfach nicht (höchstens mit einem zeitreisenden DeLorean). Wenn ihr euch das Bild oben genau anseht und wir es heute noch einmal mit den Originaldarstellern aufnehmen würden, hätten wir einen Hobbit, einen dreimaligen Mumien-Jäger und den Ex-Stecher von Kylie Minogue im Bild. Dieser Käse wird nie alt und schimmlig, Butze.
Noch mehr Film-Zeugs gefällig? Kein Akt. Es gibt ja da noch diesen Youtube-Kanal.
Filminfo: Thriller / USA / 149 Minuten / 2014 / FSK 16 // Regie: David Fincher (Fight Club, Sieben) // Besetzung u.a.: Ben Affleck (Nick Dunne, Dogma, Der Anschlag, Armageddon) // Rosamund Pike (Amy Elliott Dunne, Doom - Der Film, Jack Reacher) // Neil Patrick Harris (Desi Collings, How I Met Your Mother, Die Schlümpfe, A Million Ways To Die In The West)
Nick und Amy scheinen eine perfekte Ehe zu führen. Sie ist ein Wunderkind, sammelt Auszeichnungen an Elite-Unis und ist zudem ein echter Augenschmaus. Zudem ist sie "Amazing Amy", eine Kinderbuchfigur - durch ihre Eltern vermarktet. Beide arbeiten als Journalisten und ziehen in seine alte Heimat Missouri. Nun hat er nur noch eine Kneipe und sie ist kinderlose Hausfrau. Die Beziehung ist also alles andere als der Hit.
Am fünften Hochzeitstag geht Nick erst einmal in sein Pub um einen zu trinken. Amy hat die Angewohnheit, an jedem Hochzeitstag Hinweise zu hinterlassen, die Nick zu seinem Geschenk führen. Davon angepisst trinkt er erst mal einen, bevor die Show beginnt. Doch als er nach Hause kommt, ist sie verschwunden. Und immer mehr scheint Nick der Killer zu sein.
Wer einen Blick auf den Namen des Regisseurs wirft und sich daran erinnert, was der ales gedreht hat (siehe oben) dann wird eines fast schon klar: irgendwie muss da ein richtig dicker Twist kommen. Und der kommt - und was für einer.
Nicks verzweifelter Kampf, seine Frau zu finden, wird immer mehr zum Kampf, nicht als der Mörder seiner Frau dazustehen. Irgendwann fangen alle an, ihn für Amys Verschwinden verantwortlich zu machen. Motiv hätte er auch. Von Geldsorgen bis hin zu Affairen wäre für jeden Geschmack etwas dabei. Der Film entwickelt sich sehr professionell, er ist fantastisch erzählt und sehr spannend inszeniert. Er kommt mit wenig bis keiner Action aus und erzählt einfach eine sehr geniale Geschichte. Genial, weil der Twist, die große Wendung, das Unerwartete alles erfüllt, was man von einem solchen Handlungssprung erhofft. Und der kommt bereits zur Hälfte des Films. Ab dann geht es erst richtig los. Daher eine saubere 9/10. Ansehen!
Wenn ihr wirklich eine Büchse öffnen wollt, die man nicht unbedingt öffnen sollte, dann gibt es noch den Spoiler-Blog zu dem Film. Ich rate eigentlich davon ab. Aber hier gibt es die ungeschminkte Wahrheit. Zu finden, dort:
Filminfo: USA / 126 Minuten / 2015 / FSK 12 // Regie: Alan Taylor (Game of Thrones, Thor - The Dark Kingdom) // Besetzung u.a.: Arnold Schwarzenegger (T-800, Twins - Zwillinge, Escape Plan) // Emilia Clarke (Sarah Connor, Game of Thrones) // Jason Clarke (John Connor, T-3000, White House Down, Der große Gatsby)
Sarah Connor ... selten war sie so heiß, wie im fünften Teil der Zeitreise-Kabum-Saga. Also, nein, ich meine nicht diese Sängerin. Sondern die Frau, die bisher fleißig von Linda Hamilton gespielt wurde. Das hat sich nun geändert. Game of Thrones-Drachenmutter "Khaleesi" kämpft nun ums Überleben. Hach, Khaleesi *träum
Okay, kommen wir zum Handlung: Wir schreiben das Jahr 2029. Mensch gegen Maschinen. Die Computer (bzw. ihr Gehirn "Skynet") realisieren: Uups, die Menschen sind gerade am Gewinnen. Also schicken sie einen T-800 in die Vergangenheit, um die Mutter des Rebellion-Anführers John Connor zu töten. Doch auch den Menschen gelingt es, einen Menschen in die Vergangenheit zu schicken. Kyle Reese - der engste Vertraute von John Connor. Kurz vor dem Zeitsprung sieht Kyle jedoch, wie John Connor von einem bis dahin unbekannten Modell (T-5000) angegriffen wird.
Ab dann befinden wir uns im ersten Teil - quasi. Nur ist die Vergangenheit bereits weiter hinten geändert worden. Also wartet im Jahr 1984 keine unsichere, hilfsbedürftige Sarah Connor auf ihn sondern eine kampfausgebildete Soldatin. Und der zurückgereiste T-800 (ein beeindruckend gut animierter junger Arnie aus Teil 1) wird von einem inzwischen gealterten T-800 erwartet, als er sich gerade die Klamotten von Punks klauen will (siehe: Teil 1). Nun tummeln sich verschiedene Modelle und unbekannte Handlungsstränge im Jahre 1984. Darum reisen Kyle und Sarah ins Jahr 2017 - zwei Tage, bevor das Betriebssystem "Genesys" online geht und damit der Krieg der Maschinen seinen Ursprung hat. "Genesys" vernetzt alle miteinander und die Menschen lassen sich von der PR begeistern und bestellen wie wild vor. Somit ist alles für Skynet ab sofort ein offenes Buch. Im Endeffekt ist "Genesys" das Kind, dass aus einer Hochzeit zwischen Apple und Facebook entstehen würde.
Und dann taucht auch John Connor auf. Er wurde zwar von einem Terminator angegriffen, doch er wurde nicht getötet und ist seinem Freund Kyle Reese nachgereist. Allerdings ist John Connor inzwischen kein Mensch mehr. Er ist ein biologischer Terminator geworden. Und damit beginnt die große CGI-Schlacht um das Überleben der Menschheit. Immer, wenn John sein Erscheinungsbild verändert, bzw. erneut herstellt, hat er eine große Ähnlichkeit mit "Ultron" aus dem zweiten Avengers-Film. Hurra, endlich erklärt sich die Überschrift.
Terminator 5 hat enorme Logiklöcher. Warum lässt der ach so kluge T-5000 Kyle noch erleben, wie John Connor angegriffen wird? Ein Computer würde das strategisch sofort ausklammern. Oder warum wird ausgerechnet der T-800 in der Zeit zurück gereist. Offenbar kann man aus Menschen doch Bio-bots bauen. Warum also das Risiko zu scheitern? Na ja, Zeitreisefilme sind immer komisch. Ach ja, und wir lernen, dass auch ein T-800 Arthritis bekommen kann. Was null Auswirkungen auf den Film hat.
Ja, es werden Traditionen gebrochen. Ja, der Film nimmt sich nicht ernster als er ist. Nein, genial ist anders, aber unterhaltsam bleibt er allemal. Und er hätte nicht auf Gags zurückgreifen sollen, die schon im zweiten Teil merkwürdig waren. Und der zweite ist ja wohl sowas von der heilige Gral der T-Filmserie. Alles in allem aber gut genug für die 7/10.
Wie habt ihr den Film erlebt? Seid ihr der gleichen Meinung? War es für euch eine saubere 10 oder doch nur eine 1? Die Meinungen gehen auseinander, also lasst mal ne Info da. Wer den Trailer nochmal sehen will:
Und für alle, die mehr wissen wollen. Die alles wissen wollen. Hier geht's zum Spoiler:
Bei lustigen Filmen gibt es oftmals eine Befürchtung: die besten Szenen sieht man schon im Trailer. Nun, in den ersten paar Minuten des Filmes sieht man quasi die extended Fassung des Trailers. Aber keine Panik. Auch der Rest des gelben Meisterwerks kann sich sehen lassen.
Allein das 20-sekündige Fußballspiel im ewigen Eis stellt schon fast den Werner-Beinhart-Klassiker in den Schatten. Na ja ... zumindest fast. Und wenn sich ein Film für den Soundtrack an "The Doors" bedient, hat er eh schon fast gewonnen. Die Mukke ist generell nice. Und wenn dazu noch ein Zeitreisender ausgerechnet "Flux" heißt - ja, ich bin ein Fan der ZidZ-Trilogie, was solls - dann empfinde ich schon aus Prinzip pure Liebe. Okay, genug Zeilen verschwendet. Worum es geht, dürfte bekannt sein. Sieht man ja im Trailer.
Die Minions haben genau ein Ziel - und das schon seit Einzeller-Zeiten. Sie folgen immer dem bösesten aller Schurken. Und unsere drei Protagonisten Kevin, Bob und Stuart - zehnmal so böse bei halber Größe - sind auf der Suche nach einem Arbeitgeber. Nachdem alle anderen irgendwie vorzeitig das Zeitliche gesegnet haben. Und zum Glück findet in Orlando eine ultrageheime Schurken-Convention statt. Im Endeffekt wie die Videodays der Youtuber. Eine Vielzahl gewissenloser und machtgeiler Selbstdarsteller. Apropos, schaut mal auch auf meinem Kanal vorbei. Auf jeden Fall finden sie dort ihren neuen vorläufigen Boss. Eine Frau. Scarlett Overkill. Ja, das kann nur böse enden.
Die größte Angst, die ich hatte: ein ganzer Film dieser gelben Gestalten? Wird das langweilig? Nö. Eigentlich nur an den Stellen, an denen die Minions nicht der Mittelpunkt der Szene sind. Ihr kindgerechte Begeisterungsfähigkeit, ihre multilinguale Pseudosprache und ihre ohnehin bekannten Charakterzüge haben mich auch in Spielfilmlänge (91 Minuten) gut unterhalten. Vermutlich, weil man sich tatsächlich nur auf drei Figuren konzentrieren muss und die Herde nur immer wieder mal eingeblendet wird. Dann aber mit echt netten Anspielungen.
So können die drei tatsächlich so etwas wie eine Charakterentwicklung darbieten - zugegeben, sehr eingeschränkt, da die Wesen ja ohnehin a) bereits bekannt sind und b) ein einfaches Gemüt haben. Aber dennoch: gut umgesetzt. Klasse Film. Auf Familienunterhaltung getrimmt, klar, aber das war uns allen von vornherein klar. You get what you expect.
Ein saubere 7/10 für diesen Film, der eine angenehme Überbrückung ist für die Rückkehr der gelben Helden im Jahre 2017 . Dann erwarten wir nämlich den dritten Teil von "Ich - einfach unverbesserlich".
Alle weiteren Infos und Kontakte: www.marcolatur.de
Wo ist dein Freundeskreis? Genau. In South Park. Und da diese Serie dank des neues Games "The Fractured But Whole" (Link dazu auf dem Bild) gerade in Liebhaberkreisen geraden einen entsprechenden Aufschwung erlebt, wäre es doch mal Zeit für eine FFFF, eine "Fatale Film/Fernseh-Fakten-Flut". Erstmals in Blogform.
Die Helden der Serie: Stan Marsh, Leopold "Butters" Stotch, Eric Theodore Cartman und Kyle Broflovski.
Es fehlt: Kenny McCormic †
- Die Pilotfolge dauerte dank Stopmotion-Technik 3 Monate Produktionszeit. Ab dann wurde alles am PC gemacht. Eine Folge dauert nun sechs Tage (100-120 Stunden) und die Produktion beginnt immer eine Woche vor Ausstrahlung um möglichst aktuell zu bleiben. - 2014 wurde eine Episode nicht rechtzeitig fertig - wegen eines Stromausfalls. - South Park stammt von Matt Stone und Trey Parker. Diese übernehmen auch die Synchronisation der Hauptcharaktere. Matt Stone spricht Kenny und Kyle, Trey Parker verleiht seine Stimme an Stan und Eric. - Und ja, der Serienheld der tausend Tode, Kenny, wird tatsächlich gesprochen. All seine Textpassagen sind im Drehbuch Wort für Wort gescriptet. Matt Stone hält sich seinen Shirtärmel vor den Mund.
- Beweis gefällig? Kenny singt beim SouthPark-Intro eine Strophe, die man - wie gewohnt - nicht versteht. Aber: wenn man es weiß, ist es klar. Und um so lustiger, da es im Grunde doch verständlich ist, aber nie zensiert werden musste. Er singt im Intro-Song: "Ich like girls with deep vaginas, I like girls with big fat titties." Glaubste nicht? Klick hier und lerne!
- ... und wenn wir schon mal bei Kenny sind: diese Figur basiert auf einen aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Jugendfreund von Trey Parker, denn man wegen seiner Kapuze oft schlecht verstanden hatte. Nachdem dieser mehrmals die Schule gewechselt hatte, kamen Gerüchte über seinen Tod auf. - Der Titelsong stammt übrigens von der Band "Primus".
- Und auch hier bleiben wir gleich bei Trey Parker. Seine Ex-Verlobte hatte ihn damals betrogen und dafür setzte er ihr ein Denkmal. Wie sie heißt auch Cartmans verhurte Mutter: Liane. - Im Gegensatz zu den meisten anderen Animationsserien wird hier zuerst der Text eingesprochen und danach werden erst die Lippenbewegungen animiert. - zwei Jahre vor der TV-Premiere gab es bereits eine Ur-South Park-Version. In dem Weihnachts-E-Card-Kurzfilm kämpft Jesus gegen Satan. Daraufhin wurde Comedy Central auf die Jungs aufmerksam. - Nachdem Kritiker die Serie als "schlechtanimierten Furz-Witz" abwatschten, wurden die beiden Charaktere "Terrance & Phillip" eingebaut um das Ganze erst recht auf die Spitze zu treiben. - Wissenschaftler haben einen Gendeffekt bei Fruchtfliegen entdeckt, der adulten Tiere innerhalb von zwei Tagen nach einer Infektion sterben lässt. Das Gen wurde "Kep1" nach "Kenny McCormic" genannt, wegen seiner hohen Todesrate. Die Entdeckerin war Dr. Sophie Rutschmann von der Straßbruger Universität. - Mr. Hanky basiert auf einer Erziehungsmethode von Parkers Vater. Dieser sagte ihm als Kind, dass seine Fäkalien ihn töten würden, wenn er sie vorher nicht runterspült. Parker hat das wohl öfter mal vergessen ... - Der Song "Blame Canada" aus dem South Park-Film war 2000 für einen Oscar nominiert. Matt Stone und Trey Parker erschienen zum Event in Frauenkleidern. - George Clooney wollte gerne eine Rolle in South Park sprechen. Es hieß, er könne eine Folge lang "Sparky", den schwulen Hund, bellen. Clooney nahm das Angebot an. - US-Kult-Talker Jay Leno lieh seine Stimme einer Katze. - Comedian Jerry Seinfeld hätte einen Truthahn "sprechen" können - er lehnte ab. - Nachdem South Park "Family Guy" verspotteten, schickten die Simpsons-Macher Blumen an die SP-Produzenten. Die Köpfe hinter der Serie "King of the Hill" nannten die Folge "Gottes Werk". - Wer gut aufpasst entdeckt oft in Hintergrund, vor grauen Wänden oder in Menschmassen einen grauen Alien versteckt. Entgegen aller Gerüchte kommt er aber nicht in jeder Folge vor - allerdings weiß man auch nicht, in wie vielen genau. - Da sich die Figuren Kyle und Stan zu sehr ähnelten, hat man Kyle aus der Stammtruppe entfernt und Butters nahm seinen Platz ein. Butters sollte entgegen vieler Gerüchte nicht Kenny ersetzen, der in der Folge "Kenny dies" endgültig starb (um am Ende der folgenden Staffel zurück zu kommen - aber ab dann am Leben blieb). - Comedy Central weigerte sich eine Folge auszustrahlen, weil das Wort "Shit" zu extrem oft vorkam. Parker und Stone schlugen vor, einen "Shit"-Counter einzubauen. Das machte aus dem Fluch einen Gag und Comedy Central strahlte die Folge aus, weil das Wort seine Bedeutung verlor. - Laut Guinness-Buch ist South Park die Animationsserie mit den meisten Flüchen. - Die Vornamen von Mr. und Mrs. Garrison lauten Herbert und Janet. - Butters' Geburtstag ist der 11. September. Ursprünglich sollte er "Poof Poof" heißen. - Nach Folge 200 wurde die Serie aus Sri Lanka verbannt. Man sieht darin Jesus und Buddha, wie sie zusammen Kokain ziehen. - Nachdem die Sekte Scientology auf die Schippe genommen wurde, hat diese gegen die beiden Produzenten recherchiert, in der Hoffnung etwas über sie aufdecken zu können - Scientology fand nichts. Eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt, dass es sich um Leute handelt, die darstellen, wie Georges Lucas und Steven Spielberg Harrison Ford vergewaltigen ... Was glaubten die zu finden? - Der Song "Chocolate Salty Balls" des Chefkochs war in Großbritannien auf Platz 1 der Charts. Der Chefkoch basiert übrigens auf einen Mitarbeiter in der Kantine der Colorado Universität. Matt und Trey haben dort studiert. - Ebenso stammen alle Namen aus Stans Familie aus der Familie von Trey Parker. Gleiches gilt für Kyles Familie und Matt Stone. - Nachdem Kayne West 2009 den VMA-Auftritt von Taylor Swift unterbrochen hatte um deren Mitbewerberin Beyonce zu huldigen, spielte Comedy Central die Folge "Fishsticks" (dt. "Leck mich am Stäbchen" / S13E05) zwei Tage später zwei Stunden lang in Dauerschleife. In der Folge wird West auf die Schippe genommen, weil er einen Witz nicht kapiert und darum sehr genervt ist. Ach ja, und er hat ... romantische Beziehungen zu Fischen. - In jeder Halloween-Folge taucht mindestens einmal ein Chewbacca-Kostüm auf. - Bis Staffel 8 hat man den Chefkoch nie von der Seite gesehen, selbst dann nicht, wenn er aus dem Bild gegangen ist. Grund: man hat sieben Jahre lang einfach keine Seitenansicht von ihm gezeichnet. Er heißt übrigens Jerome McElroy. - Aktuell war South Park 13x für den Emmy nominiert und hat fünf mal auch gewonnen. (Stand: 6. Juni 2015) - Obwohl Cartman auf seiner Liste bereits Mord, Grabräuberei, Tiermisshandlung, Prostitution, Vergewaltigung, Kannibalismus, Verstümmelungen, Machtübernahmen, Kindesmissbrauch, Diebstahl und vieles mehr abgehakt hat, war er nur sechs mal im Knast. - Zu Beginn der Serie kostete ein Werbespot in der Unterbrechung maximal 7.500 Dollar - nach einiger Zeit konnte man schon 30.000 Dollar verlangen. - Parker und Stone sollten die Fortsetzung für "Dumm und Dümmer" schreiben. Nach zwei Jahren stellten sie jedoch fest, dass sie mit South Park bereits voll eingebunden waren und legten ihr Script auf Eis. - In der Folge "Chicken Lover" ist das Alphabet über der Schultafel falsch angeordnet, so dass man "Oh, mein Gott, sie haben Kenny getötet." lesen kann - auf spanisch. Dios Mio ... - Im alten South Park-Videospiel wurde laut Parker und Stone so viel Mist gebaut, dass sie in "The Stick Of Truth" mehr Mitsprache verlangten. War eine gute Idee ... - Comediy Central war in den USA in 9,1 Millionen Haushalten eingerichtet. Nachdem South Park auf Sendung ging, stieg die Zahl im gleichen Jahr (1998) noch auf 50 Millionen Haushalte. 2003 waren es schon 83 Millionen. Und zu guter Letzt: Timmy sollte nur einmal in einer Folge auftreten, kam aber so gut an, dass er immer wieder genommen wurde. Timmäääää!
Weitere Faktenfluten gibt es auf dem "Marcolatur"-Youtube-Kanal. Beispielsweise mit Fight Club, Zurück in die Zukunft oder StarTrek. Oder dem hier:
Quellen: u.a. imdb, BBC, Washington Post, Huffington Post, NY Times, Rolling Stones Magazine, Technology Tell, IGN, diverse Youtube-Kanäle, Google, Planearium.de, ...